In rasendem Tempo ist schon fast eine Woche verfolgen. Unsere Welcome-Week-Tage waren gut durchgeplant. Die Uni Göteborg bereitete uns Austauschstudenten einen wirklich warmen Empfang. Eine Info-Veranstaltung jagte die nächste, wir erfuhren, was wir wann und wie für unsere Studien organisieren müssen, wie man als Student am besten alles ausnutzen kann, was die Stadt zu bieten hat und wie man die Schweden und ihre Eigenheiten (angeblich) besser versteht. Zusätzlich wurden wir mit Info-Mappen, wichtigen Zetteln und Studentenrabatt-Karten (die sind hier auch nötig...) bombardiert, bekamen eine Stadtführung von der internationalen Studentenorganisation GISA und lernten so schnell ganz viele nette Leute kennen. Als schließlich die Oberbürgermeisterin rief, konnte man sich fast wie ein Staatsgast fühlen. Sie empfing uns in der alten Börse am Gustaf-Adolf-Platz, wo wir einmal mehr erfuhren, wie entspannt die Schweden sind. Nachdem wir mit leckeren Salaten verköstigt worden und mit einer kleinen Ansprache begrüßt worden waren, durften wir durch die Räumlichkeiten schlendern, als wären hunderte essende und Wein trinkende Studenten keine Gefahr für die teuren Teppiche, Polster und Möbel. Verrückt, wenn man bedenkt, dass in Deutschland in so einem Gebäude höchstens die Flure geöffnet wären und vor jedem Zimmer mindestens eine Absperrung, wenn nicht gar ein Wachmann wäre. Einziges Manko: Die Börse hat keinen Balkon, wie wir feststellen mussten, als wir uns ob der edlen Einrichtung so erhaben fühlten, dass wir den Wunsch verspürten, irgendwem von irgendwo hoheitlich zu winken...
Den Abschluss der Welome Week bildeten am Freitag die Begrüßungsveranstaltungen der einzelnen Fakultäten. Camilla, Erasmus-Koordinatorin vom Institut für Literatur, Ideengeschichte und Religion, hatte zum Frühstück geladen. Es stellte sich heraus, dass sie nur sechs Austauschstudenten zu betreuen hatte, und nur vier davon waren gekommen. Auch wenn die Skandinavistik in Kiel schon sehr familiär ist, Camilla übertraf alles, was ich an der Uni bisher erlebt hatte. Im Lehrerzimmer hatte sie ein Buffet aufgebaut und während wir noch warteten, bis wir vollzählig waren, zeigte sie uns die Küche, wo wir uns jederzeit Kaffee holen konnten. Dann starteten wir mit einer kleinen Vorstellungsrunde und während wir über unsere Studienfächer und Freizeitinteressen sprachen, zeigte sie uns auf einer Karte, wo wir in Göteborg Ski laufen, klettern, schwimmen, Volleyball spielen, Bootstouren und noch so manch Anderes machen können. Anschließend aktivierte sie mit uns gemeinsam unsere student accounts und begleitete uns bis zum Servicecenter, wo wir unsere Studentenausweise abholen konnten. Dann zeigte sie uns die Bibliothek und ermutigte uns, sie immer zu kontaktieren, wenn wir Fragen oder Probleme hätten - auch wenn wir krank würden, dann könne sie uns den richtigen Arzt empfehlen und dafür sorgen, dass wir dort auch angemessen behandelt würden.
Für dieses Welcome-Week-Programm hat sich die Uni jedenfalls mindestens fünf Sterne verdient. Wir alle haben uns hier sofort gut aufgehoben und willkommen gefühlt. Jetzt bin ich ganz gespannt auf Montag, wenn es ernst wird. Mal sehen, ob dann noch immer alle so freundlich sind, oder ob im Uni-Alltag doch andere Seiten aufgezogen werden. Ich halte euch auf dem Laufenden ;-)
 |
Guided city tour - main building of GU |
 |
The city is the campus: New students of Chalmers/Handelshögskolan/GU - who knows - doing strange things in, around and with Poseidon at Götaplatsen. |
 |
Lord mayor knew what hungry students need :) |
 |
Börsen |
 |
Problems finding a residence? We woud move in... |