Montag, 20. Januar 2014

Handball-EM in Dänemark

Ihr Lieben, heute melde ich mich aus dem dänischen Silkeborg. Das Semester in Göteborg war die Zeit meines Lebens. Nun ist es leider vorbei. Wenn ich daran denke, könnte ich heulen. Deshalb habe ich vorgesorgt: Um die Post-Erasmus-Depression herauszuzögern, nehme ich auf dem Rückweg nach Deutschland die Handball-EM in Dänemark mit. Während der Vorrundenspiele war ich als EHF-Nachwuchs-Reporterin in Kopenhagen im Einsatz. Eine tolle Erfahrung! Zusammen mit meiner Kollegin Claudia war ich in der Mixed-Zone, in Pressekonferenzen und rund um das Spielfeld unterwegs, um den Spielern lesenswerte Zitate zu entlocken und interessante Geschichten aufzutun. Chefin unseres "Dreamteams Copenhagen" war EHF-Reporterin Mie, die uns toll unterstützte, immer ein offenes Ohr hatte und vor allem unsere englischen Texte in eine veröffentlichenswerte Form brachte.
Besonders spannend war für mich, dass ich alle meine Sprachen bei der Arbeit anwenden konnte. Schweden, Kroatien, Montenegro und Weißrussland spielten in unserer Vorrundengruppe. Viele der Spieler, selbst die Schweden, trauten sich keine Interviews auf Englisch zu. Da war es praktisch, mit Schwedisch und Deutsch noch zwei Ausweichsprachen zur Verfügung haben. Besonders im Fall des kroatischen Stars Domagoj Duvnjak erwies sich das als praktisch. Viele schwedische Kollegen hatten darauf gebaut, dass der HSV-Mittelmann des Englischen mächtig sei und Geschichten um ihn, den größten Gegner der Schweden, geplant. Am Ende war ich also sozusagen zur persönlichen Dolmetscherin des Domagoj Duvnjak aufgestiegen.
Mitten im Handball-Trubel stand für mich dann aber noch ein Trip zurück nach Göteborg auf dem Programm. Eine letzte Klausur wollte geschrieben werden, das Zimmer geräumt und von den Glücklichen, die noch ein weiteres Semester dort studieren dürfen, musste ich mich auch noch verabschieden. 24 emotionale Stunden später saß ich wieder in der Bröndby Hallen, sah das Gruppen-Finale zwischen Schweden und Kroatien und nahm danach an der Hotelbar Abschied von unserem Dreamteam.
Am Morgen danach ging es mit dem Zug nach Silkeborg, wo ein weiteres Ablenkungsprogramm in Form des "Deutschen Hauses" auf mich wartete. Doch das hat einen eigenen Post verdient, der unter der Woche kommen wird. Bis dahin könnt ihr euch durch die EHF-Seite klicken, die EM von zu Hause aus genießen und vielleicht den ein oder anderen Blick auf diese Texte werfen :-)